„Zigsch“ – Zeitung in der Grundschule besucht KSW

„Wie? Mitten in Siegen steht eine Lok?“, wunderten sich die Buschhüttener Kinder von der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule. Ausgestattet mit Ausweis, Block und Bleistift zogen die 20 Kinder der Lerngruppen Pinguine, Tiger und Delfine wie richtige Reporter zur KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (KSW) in der Eiserfelder Straße. Sie hatten viele Fragen im Gepäck, die sie Geschäftsführer Martin Lauffer und Frank Spies vom Personalwesen stellen durften. Sie fanden unter anderem heraus, dass die KSW sechs Loks, die die Nummern 41 bis 46 tragen, besitzt. Mit ihnen werden ausschließlich Güter transportiert. Die KSW hat 44 Mitarbeiter, davon sind fünf in der Ausbildung. Der Lokführer Markus Schäfer stellte den Kindern seinen Beruf vor. Eine Ausbildung zum Lokführer dauert drei Jahre. Man muss Signale lernen und den Inhalt von drei dicken Ordnern zu Verkehrsregeln kennen, staunten die Kinder. Außerdem hat man Fahrstunden und bekommt dann am Ende den Führerschein für die Lok.

Nach diesen ersten Informationen konnten die Kinder bei der KSW einiges erleben. Auf einer großen Leinwand lief für einen Teil der Gruppe eine Loksimulation. Der Auszubildende Gianni Ebach steuerte aus der Sicht eines Lokführers den Zug. Wie im richtigen Leben musste er die Signale, die Geschwindigkeit beachten und sich an den Fahrplan halten, um pünktlich an den entsprechenden Bahnhöfen anzukommen. Am Ende der Simulation bekam er eine genaue Auswertung der Fahrt.

Die Reporter durften sogar in die große Werkstatt gehen, in der extra für sie die Lok 45 stand. Die Kinder staunten, wie groß und wie hoch eine Lok ist und kletterten mutig hinauf. Es ist gar nicht so einfach, in das Führerhaus zu kommen! Obwohl die Lok so groß ist, ist das Führerhaus eher klein. Ganz viel Platz braucht der 12-Zylinder-Motor, der immerhin fast so groß wie ein Auto ist! Aus dem bequemen Sitz im Führerhaus guckt man von oben runter auf die Schienen und Menschen. Die Kinder durften die Hebel benutzen und sich wie ein richtiger Lokführer fühlen. Auch hier wurden geduldig viele Fragen beantwortet. Besonders wichtig fanden die Reporter, dass der Lokführer immer aufmerksam sein muss. Wenn er nicht alle 30 Sekunden ein Pedal bedient, wird die Lok zwangsgebremst. So wird sichergestellt, dass es dem Lokführer gut geht und er nicht vielleicht ohnmächtig geworden ist. Wenn die Schienen durch Pollen, Blätter oder Eis glatt geworden sind, muss der Lokführer einen Knopf drücken. Dann wird Sand vor den Rädern auf die Schienen gestreut, um den Bremsweg zu verkürzen.

Der Vormittag ging viel zu schnell vorbei. Einige Kinder wären gerne noch länger geblieben. Manche interessierten sich sehr für eine Ausbildung zum Lokführer und informierten sich schon über ein Praktikum bei der KSW. Am Ende des spannenden Tages fuhren die Reporter mit vielen Antworten im Gepäck zurück zur Schule. Dort wurde den restlichen Kindern der Lerngruppen von den interessanten Erlebnissen bei der KSW berichtet.

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