Martin Lauffer nach zwölf Jahren als KSW-Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet

Nach zwölf Jahren als Geschäftsführer der KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH (KSW) ist Martin Lauffer jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden. Seine Nachfolge tritt Christian Betchen, bisher bereits Prokurist und für den Güterverkehr der KSW zuständig, an. Der gebürtige Hagener ist seit Januar 2012 bei der Kreisbahn beschäftigt. Zuvor war er unter anderem für das „SPC“, ein Public Private Partnership des Bundesverkehrsministeriums in Bonn sowie die Rhenus Contract Logistics Süd GmbH & Co. KG in Mannheim tätig.

Bei einer Verabschiedungsfeier für Martin Lauffer in der Betriebswerkstatt der KSW in der Siegener Eintracht würdigte Landrat Andreas Müller die Leistungen des langjährigen Geschäftsführers. An der Veranstaltung nahmen Mitarbeiter und deren Familien, Mitglieder des Aufsichtsrates sowie Geschäftspartner und Freunde der KSW teil. „Eisenbahn ist zu 95 Prozent Menschen und zu 5 Prozent Eisen“, zitiert der Landrat den englischen Nationalökonomen Adam Smith. Das gelte auch für die KSW.

Als Lauffer 2002 zunächst in Teilzeit Geschäftsführer der damaligen Siegener Kreisbahn wurde, war völlig offen, in welche Richtung sich das Unternehmen einmal entwickeln könnte. „Sie haben der KSW neue Perspektiven eröffnet“, betonte Andreas Müller. Das werde auch an den Investitionen deutlich, die in Lauffers Amtszeit getätigt wurden: 2006 der Kauf des Container-Terminals in Kreuztal von der Deutschen Bahn. Zwei Jahre später der Bezug der neuen Verwaltung und der Betriebswerkstatt am heutigen Standort in der Eintracht. Bis dahin war die Verwaltung in einem eher historischen Gebäude in der Friedrichstraße untergebracht.

2014 wurde mit der Siegbrücke die Nabelschnur zwischen dem Bahnhof Eintracht und dem Hauptbahnhof Siegen saniert. Im gleichen Jahr folgte der Neubau der Betriebswerkstatt und des Lokports. Anschließend konnte die alte Werkstatt inklusive Sozialräumen an die Hessische Landesbahn vermietet werden. Zukunftsweisend war auch der Spatenstich für das neue Container-Terminal in Kreuztal, der am 7. September 2015 stattfand. Die Inbetriebnahme werde Lauffer nun aus dem Ruhestand „sicher mit großem Interesse verfolgen“, ist der Landrat überzeugt.

Unter Lauffers Ägide wurde im Jahre 2004 aus der Siegener Kreisbahn die KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein. Mit der Umbenennung war neben dem Bekenntnis zum alleinigen Gesellschafter letztlich auch der Anspruch verbunden, über das Kreisgebiet hinaus in überregionalen Verkehren tätig zu werden. Die KSW verfügt derzeit über 26 Kilometer eigenes Gleisnetz an vier Standorten in Kreuztal, Siegen, Netphen und Neunkirchen. Aktuell hat die KSW 43 Mitarbeiter.

Wichtige Weichenstellungen habe Lauffer auch mit der Aufnahme des überregionalen Streckenverkehrs der KSW im Jahre 2011 gesetzt, so der Landrat. 2013 folgte der Einstieg in die Intermodalverkehre mit Containern bis nach Aurich und Emden.

Martin Lauffer wurde 1950 in Konstanz am Bodensee geboren. Er hat in München studiert und ist Diplom-Kaufmann. Ab 1987 war er als Berater in PR-Agenturen zunächst in München und später in Hamburg tätig. 1995 kam er ins Siegerland und arbeitete sieben Jahre lang als PR Manager für die Krombacher Brauerei.

Seit 2002 war Lauffer Geschäftsführer der Kreisbahn. Zunächst war dies eine Teilzeitbeschäftigung, da Lauffer gleichzeitig noch eine eigene PR-Agentur betrieb. 2009 übernahm er die Tätigkeit des KSW-Geschäftsführers in Vollzeit. Den Ruhestand wollen Lauffer und seine Frau Christiane in Hamburg verbringen. Schon in wenigen Wochen steht der Umzug an.

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